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Pressetext:
2 Maler - 2 Bildhauer:
Johannes Hüppi, Nikolaus List - Thaddäus Hüppi, Marcus Weber
September - Oktober 2001

Johannes Hüppi

 

Nikolaus List

 

Thaddäus Hüppi

 

Marcus Weber

2 Maler - 2 Bildhauer:
Johannes Hüppi, Nikolaus List - Thaddäus Hüppi, Marcus Weber

Vernissage: Freitag, den 14. September 2001, 19:00 - 22:00 h

Ausstellungsdauer: 15. September - 27. Oktober 2001

Anlässlich der Kunsttage Karlsruhe - Ettlingen zeigt die Galerie Heinz-Martin Weigand die Ausstellung 2 Maler - 2 Bildhauer in der die künstlerischen Positionen von Johannes Hüppi, Nikolaus List, Thaddäus Hüppi und Marcus Weber dialogisch gegenübergestellt werden.

"Die Szenerie, die der Maler Johannes Hüppi (geb. 1965 in Düsseldorf, Studium an der Kunstakademie Düsseldorf) entwirft, ist ein fein versponnener Traum von surrealer Wirkung, eine dramaturgisch und erzählerisch subtil durchkomponierte Miniatur voller psychologischer Kniffe" (FAZ). Die kleinformatigen Arbeiten - Kellnerinnen mit einem Bierglas auf dem Tablett, mit einem Glas Weißwein, mit einem Teller in der Hand, junge Frauen, die genüsslich den vor ihnen auf dem Tablett liegenden Kopf des Geliebten untersuchen - sind von der Aura des Mysteriösen umgeben und strahlen gleichzeitig von purer Sinnlichkeit.

Nikolaus List (geb. 1965 in Frankfurt/Main, Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt/Main) beherrscht perfekt das Stilmittel der Ironie. "In einem poetisch verdichteten Bezugssystem tritt ein unerhörter Reichtum an Bildern, an Gedanken- und Erzählsträngen zutage. Mit Witz wird Alttägliches in eine filigrane, subversive Gegenwelt gewendet, deren Gegebenheiten Nikolaus List mit jedem Blatt, mit jedem Gemälde fortschreibt...[ ].Seine Kunst ist dezidiert anti- erhaben und anti- minimal, respektlos rechnet sie mit den Göttern der Moderne und der Postmoderne ab, und sie führt vor, was übrig bleibt, wenn jeglicher transzendente Überbau in der Kunst abgetragen ist: das Naheliegende, das aus einer Fülle von Details besteht, und das oft am schwierigsten und nur über Umwege in skurrile, wüste, ferne Gärten zu fassen ist." (Doris Krystof)

Thaddäus Hüppi (geb. 1963 in Hamburg, Studium an den Hochschulen für Bildende Künste in Hamburg und Frankfurt a.M.) macht Skulpturen, die "aus der Realität hinausweisen und stets schmeichlerisch schön, pastellig und lieb wirken. Er hat dabei den Wurzelgeist, das Gnomgesicht, die Sockelfigurine, den Brunnen und den Wasserspeier neu erfunden, skulptierbare Motive, die gegenwärtig kaum mehr gewagt werden können, weil sie so gegensätzlich zum rationalen Denken sind..." (Susanne Titz, Katalogtext, 2000)

Auch in den Arbeiten Marcus Webers (geb. 1965 in Stuttgart, Studium an der Kunstakademie Düsseldorf) steht die Figur häufig im Mittelpunkt. Äußerst aufwendig und realistisch konstruiert, behandelt Weber diese inhaltlich jedoch wesentlich distanzierter. Seine Figuren - meist merkwürdige Fabelwesen aus einer anderen Welt oder Tiere mit menschlicher Mimik - bewegen sich in einem kafkaesken Wechselspiel zwischen Wirklichkeit und Fiktion, sind nicht als mögliches Identifikationsobjekt zu gebrauchen. Weber reagiert auf die Art des Sehens und stellt das in Frage, was wir zu sehen glauben.

   
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