english | deutsch
   
 

Pressetext:
4 Fotografen - 4 Positionen
:
Vassilis Kalantzis - Jens Nagels -
Josef Schulz - Martin Zeller
Juli - August 2001

zu Vassilis Kalantzis Hauptseite

zu Jens Nagels Hauptseite

zu Josef Schulz Hauptseite

zu Martin Zeller's Hauptseite

4 Fotografen - 4 Positionen: Vassilis Kalantzis, Jens Nagels, Josef Schulz, Martin Zeller

Vernissage: Freitag, den 6. Juli 2001, 19:00 - 22:00 h

Ausstellungsdauer: 7. Juli - 31. August 2001

In der Ausstellung zeigt die Galerie Heinz-Martin Weigand die fotografischen Positionen von 4 zeitgenössischen Künstlern. Gemeinsam ist allen, die Thematisierung des Menschen und seines urbanes Umfelds. Höchst unterschiedlich sind allerdings die jeweiligen Aspekte, derer sich die einzelnen Künstler annehmen.

Vassilis Kalantzis bearbeitet das Abbild des eigenen Ichs, den eigenen Körper und die eigene Sexualität. In großformatigen, fast monumentalen Arbeiten isoliert er Partien des Körpers, verfremdet sie, und zwingt den Fokus des Betrachters, seine Sicht auf Körperlichkeit anzunehmen, wobei er durch Verfremdung gleichzeitig irritiert.

Jens Nagels bezieht seine Motive aus Film und Fernsehen. Er stellt Szenen, die Personen in verschiedensten Situationen zeigen, frei und übergibt sie dem Betrachter. Durch den Einsatz von gezielter Unschärfe ihres ursprünglichen Zusammenhangs beraubt erzeugt er die "Story" im Kopf des Betrachters. Durch diese Unschärfe erhalten die Arbeiten eine starke malerische Präsenz.

Die aktuelle Bildserie von Josef Schulz (Europäischer Architekturphotograph 2001) befaßt sich formal mit industriellen Motiven, wie Lagerhallen oder -plätzen. Den Arbeiten liegen großformatige Fotoarbeiten zugrunde, die digital bearbeitet werden. Im Rahmen der Bearbeitung werden alle Einzelheiten, Größenvergleiche oder anekdotische Bildinhalte entfernt. Andere Flächen werden wiederum digital erzeugt. Flächen, Farben, Symmetrien, Bildaufbau werden zunehmend wichtig und lassen den Vergleich zu Malerei aufkommen. Eine Art Hyperrealität wird aufgebaut. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Merkmale Fotografie bestimmen, und wo Fotografie aufhört. Eine reale Nachbildung der Wirklichkeit nicht angestrebt, vielmehr sind die Irritationen bei der Bildwahrnehmung beabsichtigt, die die Schwelle zwischen dem realen und irrealen Zustand sichtbar machen.

Martin Zellers Arbeiten sind großformatige Nachtaufnahmen urbanen Niemandslands. In den U-Bahnstationen oder Großbaustellen Berlins oder Roms und anderswo löst sich in den bei künstlichem Licht und stundenlanger Belichtung aufgenommenen Farbaufnahmen die Farbe immer mehr vom Motiv ab, wird vorrangig und autonom. Die farbintensiven Aufnahmen sind Fragmente moderner urbaner Landschaft.

   
  Hauptseite - 4 Fotografen - 4 Positionen
   
   
Vorschau Künstler Ausstellungen News Kontakt Mail Über Home