
Agencement de désir (G. Deleuze)/TAKING CONTROL
(Aphex Twin), 2001, Vitrine ameliert (Glas,
Lack, Alu), 133 x 190 x 2,1 cm |
last night when we were young - Neue Bilder
Vernissage: Freitag, den 18. Januar 2002, 19:00 - 22:00 h
Ausstellungsdauer: 19. Januar - 9. März 2002
Im Januar - Februar 2002 zeigt die Galerie ihre erste Einzelausstellung
mit Arbeiten des Malers Sinia Kandić. Kandić wurde 1967
geboren und studierte von 1989 bis 1991 an der Kunstakademie Belgrad bei
Marija Dragojlovic und von 1991 bis 1997 an der Kunstakademie Düsseldorf
bei Christian Megert. 1999 wurde er mit dem Förderpreis für
Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet.
Die "Vitrinen" von Sinia Kandić
Der Maler Sinia Kandić nennt seine Bilder "Vitrinen".
Als Bildträger verwendet er zwei Glasscheiben, die am oberen und
unteren Bildrand mit Aluminiumleisten verbunden sind, so daß sie
einen schmalen Glaskörper - Vitrine - bilden. Die mit horizontalen
Farbfeldern bemalten Glasscheiben stehen im kontrastreichen Wechselspiel
von Licht und Schatten. Die hellen Farbstreifen des Vordergrunds werfen
Schatten auf die dahinter stehenden Farbreihungen und vermischen sich
zu neuen Farbnuancen. Dieses feine Farbenspiel entsteht im "inneren"
des Bildes und ändert sich mit dem wechselnden Tageslicht ständig.
Der Blick des Betrachters ist aufgefordert nach "innen", in
die Vitrine zu schauen. Der Maler schafft einen realen Raum im Bild, der
ohne illusionistische Mittel auskommt. Von "außen" betrachtet,
entsteht durch die Spiegel- und Lichteffekte auf der Glasoberfläche
und durch den wechselnden Blick des Betrachters eine Vielzahl an optischen
Varianten. Die Spiegelung des Ausstellungsraumes/Architektur weist auf
das wechselseitige Verhältnis vom Bild und Raum und wird zur weiteren
Komponente der Bildkonzeption. Sinia Kandić versteht das Bild
als "Integration in die Architektur". Er Bezeichnet diese äquivalente
Wechselbeziehung: RAUMBILD (Vitrine) - BILDRAUM (Architektur).
Sein malerisches Ziel ist nicht der rein optische Effekt, vielmehr eine
neue Möglichkeit der Darstellung vom Raum im Bild, die der Entwicklungsgeschichte
der Darstellungsweisen des Raumes in der Malerei verpflichtet ist. Das
Thema seiner Malerei umschreibt Sinia Kandić mit der Äußerung:
"Eines der kontinuierlichen Darstellungsprobleme der Malerei ist
die Transkription der dritten Dimension auf das zweidimensionale Tafelbild".
(Ljiljana Radlovic)
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