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  Marco Neri - Pressetext

klicken um zu vergrößern: Marco Neri, Travel, 2000, Tempera auf Leinwand,  40 x 50 cm

Travel
November - Dezember 2000

Vernissage: Freitag, den 10. November 2000, 19:00 - 22:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 11. November - 22. Dezember 2000

Nach der äußerst erfolgreichen ersten Ausstellung mit Marco Neri in der Galerie Heinz-Martin Weigand im November 1998 zeigt die Galerie im November - Dezember 2000 neue Arbeiten von Neri mit dem Titel Travel.

Marco Neri wurde 1968 in Forli, Italien geboren und lebt und arbeitet in Torriana (RN). Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit gezeigt.

In der Ausstellung Travel behandelt Neri das Thema des Reisens in seinen vielfältigen Formen. Die Fahrt, die Reise des Künstlers ist häufig im Kontext des Arbeitens und des Ausstellens zu betrachten. Reise ist für den Künstler nicht nur die reine Handlung des irgendwo Hinfahrens oder -fliegens, sondern häufig auch als Reise zum Präsentationsort seiner Arbeiten - deren temporärer Heimat - und somit auch als Reise in die und zu den eigenen Produkten zu interpretieren. Dementsprechend vielfältig sind die zu verarbeitenden Eindrücke: Bilder die an einem vorbeifahren, unter einem im Flugzeug vorbeihuschen, vermischen sich mit Bildern eigener Arbeiten, an die der Künstler im Hinblick auf den Zweck seiner Reise denkt.

So sind die Arbeiten in der Ausstellung (Tempera auf Leinwand) radikal unterschiedlich , wie das Reisen selbst verschiedene Gründe und Destinationen - bis hin zur Reise in das eigene Ich - haben kann. Durch die Beschränkung auf eine, höchstens zwei verwendete Farben, erreichen die Bilder eine Meta-Ebene, wird ihnen die Funktion des reinen Abbildens genommen und werden zur Reflexion über das Reisen an sich.

Die Ausstellung beginnt mit einer Serie von rot-weißen Flaggenbildern: Polen, Österreich, Monaco, Japan, Schweiz und Peru - Referenz eher an erdachte und erträumte Reisen, aber auch Bezug auf tatsächliche Aufenthaltsorte des Künstlers während des vergangenen Sommers.

Fortgesetzt wird die Ausstellung mit blauen monochromen Arbeiten verschiedener Objekte, die während der Reisen im Gedächtnis Marco Neris haften blieben: Häuserfluchten, Lastwagen, Flughäfen, in der Landschaft vorbeifliegende Strommasten, Hochhäuser zwischen Stadtautobahnen. Zentral dazwischen eine vielteilige Arbeit mit einem Fenster in seinen unterschiedlichen Zuständen im Tagesverlauf. Es ist für Neri das perfekte Symbol eines Ausblicks an einem neuen, unbekannten Ort und der Frage nach den fremden Menschen an eben diesem Ort, hinter diesen Fenstern.

   
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