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| Leta Peer |
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| Pressetext zur Ausstellung Along with Simon |
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Ausstellung: Leta Peer Along with Simon Vernissage: Freitag, den 14. November 2008, 19.00 – 22.00 Uhr Ausstellungsdauer: 15. November – 20. Dezember 2008 Leta Peer wurde 1964 in Winterthur geboren und studierte in Basel freie Malerei. Seit 1994 wird sie kontinuierlich zu Ausstellungen in Galerien, Kunstvereinen und Museen eingeladen. Leta Peers Malereien zeigen seit 2000 fast ausschließlich die Landschaft im schweizerischen Engadin, ihrer Heimat. Der Blick durchwandert Wiesen mit ihrer Vegetation, Gebirge, Bergkuppen, Wege und Blumenfelder. Damit scheint sie sich zunächst einigen wenigen, vermeintlich "verbrauchten" Motiven zu widmen: einer Landschaft des Hochgebirgstales, denn derartige Motive sind aus sich heraus Topoi und bilden mithin Klischees. Sie vertraut der Landschaft, die unveränderlich fern von menschlichen Eingriffen gegeben ist, und vermittelt sie doch als fragilen Idealzustand. Jedoch unterläuft die Malerei von Leta Peer dies augenblicklich: In der Ernsthaftigkeit des Malens tragen ihre Bilder einen hohen konzeptuellen Anteil. Der Bruder der Künstlerin hatte seinen letzten Weg aus dem Dorf zur Via Engiadina kurz vor seinem Tod fotografiert. Leta Peer ist diesen Bildern, die sich zugleich mit ihren eigenen Erinnerungen an den Ort der gemeinsamen Kindheit überschneiden, nachgegangen. Sie hat die Fotosequenzen in Ölgemälden ausschnitthaft umgesetzt, nicht als naturgetreue Abbilder, sondern als Versuch, sich dem Weg ihres Bruders anzuschliessen, dessen vorweggenommenen Abschied aufzufangen. Die Bilder aus der Werkgruppe "Along with Simon" sind voll von Einsamkeit und extremer visueller Wirkung. In der Fotografie-Serie "Mirrors" intensiviert sie das Verhältnis zwischen den künstlerischen Medien Malerei und Fotografie: mit digitalen Maßnahmen werden einzelne Bilder mit einem aufwändigen historischen Rahmen in Räume integriert und eingefügt, als seien sie schon immer dort gewesen. Die gemalten Bilder als atmosphärische Ausschnitte aus Landschaften werden mitten in die Verlassenheit abbruchreifer Räume gehängt. Unnütz gewordene Gestelle und Gegenstände, zerstörte Wände mit alten Gebrauchsspuren, die wie eine Kulisse aus einem Horrorstreifen wirken, werden zu Gucklöchern in eine idyllische Natur. Die Brutalität des Abbruchs, die Durchdringung von Realität und Flüchtigkeit sind gekonnt eingefangen und subtil dargestellt. |
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