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Text zur Werkgruppe flurs, 2008

 

 

 

 

 

 

Basel, den 6.6.08

Flurs

Das Heimat Museum Chasa Jaura in Valchava bietet zeitgenössischen Künstlern auf hohem Niveau eine Plattform in den Räumen eines authentischen Engadinerhauses Gegenwartskunst auszustellen.

Auf Grund einer Einladung der Kuratorin Inge Blaschke unternahm ich eine Reise ins Münstertal und verbrachte einige Sommermonate vor Ort, wo ich mich den Wiesen von Lü verschrieb. Ich machte unzählige Aufnahmen der verschiedenen Stimmungen der oft verregneten Blumenfelder, es war ein grauer Juni und manchmal fiel auch Schnee.

Die Räume des Museums fotografierte ich später und wartete erst mal ab. Die Ausstellung wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertagt und ich legte meine Studien zur Seite.

Nun, zwei Jahre später, nachdem die Werkgruppe „Wiesen bei Lü“ (Malerei) schon weit fortgeschritten ist, schaute ich mir wieder einmal die Fotos an, die ich in den Räumen der Chasa Jaura gemacht hatte.

So entstand die Foto Arbeit „Flurs“, das romanische Wort für Blüten. Es geschieht nichts Besonderes in dieser Arbeit. Man sieht Innenansichten im Close-up, in die ich digital alte antike Spiegelrahmen montierte, in diese ich wiederum digital Ausschnitte aus der Werkgruppe „Wiesen bei Lü“ (Malerei) einbaute. Es finden sich in dieser Arbeit keine Brüche, keine Verweise, interaktive Spuren u.a.m.

Die Wiesen befinden sich vor dem Haus, und waren immer schon da. Indem was ich tat, ist nur eine minimale Überhöhung des Vorhandenen zu bemerken. Ansonsten geschieht nichts.

Vielleicht ist es die Ruhe, die diese Räume ausstrahlen, und eine gewisse Scheu vor den Orten meiner Herkunft, die mich in meinen Interventionen quasi formal verstummen lassen.

Leta Peer

   
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