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Text zur Werkgruppe Wandering Beyond, 2007 |
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Basel, 11. 05. 2007 Wandering Beyond Ich hatte immer eine gewisse Scheu, mich an das Motiv eines mehr oder weniger bekannten Berges zu wagen, als ich es mit Corvatsch, Landschaft GF Index 61, 120x180cm, Oel auf LW, 2005 , dennoch tat, versuchte ich eine gewisse Entfremdung ins Bild zu bringen, indem ich den Berg spiegelverkehrt malte. Mittlerweile stört mich dieser Umstand, denn es entstand dadurch innerhalb meiner Arbeit keine Stringenz oder Annäherung an andere schon bestehende Werke. Auch interessierte es mich nicht, nun alle bekannten Bergsujets spiegelverkehrt zu malen. Corvatsch blieb ein Einzelfall. Erst als ich mal bei Lüdi, dem Friseur im Bahnhof Basel aus dem Fenster schaute, dem Lichtspiel der Sonne auf den Gemälden der Schweizer Alpen folgend, und diese wieder gespiegelt durch den Spiegel in meinem Rücken sah, dachte ich wieder an Corvatsch. Interessanterweise aber nur auf Grund der warmen Brauntöne, die den Bergpanoramen in der Basler Bahnhofhalle sehr ähnelten. Ich machte mich daran, aus dem Coiffuresalon eine Fotoserie vorzubereiten, wo ich in die bestehenden Bergpanoramen der Schweizer Alpen Ausschnitte oder ganze Ansichten von Corvatsch montieren wollte. Also statt dem grossen Einmaleins der berühmten Schweizer Alpen einen Corvatsch Overkill. Corvatsch mal im Zoom, mal durch die umgekehrte Seite des Fernrohrs. Mal knapp erkennbar, mal breit wie die Wüste. Realisierte aber erst bei der digitalen Montage, dass ich ihm somit in den Spiegeln des Friseursalons auch sein wahres Gesicht zurückgegeben hatte. Das Nachdenken über Zusammenhänge von Entscheidungen bewusster und unbewusster Art und das Grübeln darüber, wie Erscheinungen aus der Vorstellung ihre Entsprechung in der Realität finden, oder umgekehrt, wiederspiegeln sich hier am ehesten im Titel dieser Serie: Wandering Beyond. Leta Peer |
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